Schutz vor Malaria

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In Indien ist das Risiko sich mit Malaria anzustecken vor allem im tropischen Süden hoch. In den Vorgebirgen des Himalayas und im Himalaya selbst sowie in den Großstädten ist das Risiko dagegen gering.

Träger von Malaria sind vor allem Mücken. Stechen sie einen Menschen übertragen sie die Erreger. Diese nisten sich in den roten Blutkörperchen ein, vermehren sich dort und zerstören die roten Blutkörperchen, je nach Art des Erregers, entweder schneller oder langsamer. Zu Beginn könnte man die Krankheit mit einer Grippe verwechseln. Malaria Symptome ähneln denen einer Grippe – Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Durchfall bis hin zu Bewusstlosigkeit und Nierenversagen. Bei der Vermutung mit Malaria angesteckt worden zu sein, muss man umgehend ein Krankenhaus aufsuchen. Wird Malaria zu spät oder nicht behandelt, kann sie oft zum Tod führen. Besonders Europäer, de mit diesen Erregern bis zu einer Indienreise noch nicht in Kontakt gekommen sind und nicht teilimmun sind, sind gefährdet. Ein besonders hohes Risiko besteht auch für Kinder, Senioren, gesundheitlich Vorbelastete und Schwangere an Malaria zu sterben. Die Mücken sind zwar den ganzen Tag aktiv, die Dämmerung mögen sie allerdings am liebsten.

@Frank Hollenbach/ pixelio.de
  • Schutzmaßnahmen durch Verhalten

Mückensprays, wie sie in Deutschland oft zur Mückenabwehr verwendet werden, können zwar helfen, sind aber in keinem Fall als tatsächliche Präventionsmaßnahme zu betrachten. Wichtiger ist die Haut durch Kleidung vor Mücken zu schützen. Sie sollte so viel Haut wie möglich bedecken und hell sein, da viele Mückenarten besonders von dunklen Farben angezogen werden. Unbedingt sollten Socken getragen werden, da Mücken auf die menschlichen Ausdünstungen ganz gierig sind.

Moskitonetze sind absolut empfehlenswert. Am besten sind jene, die außerdem mit einem Insektizid wie Permethrin behandelt sind. Das Netz wird so über das Bett oder das Zelt gehängt, dass keine Schlupflöcher für die Mücken offen bleiben. Man kann das Netz zum Beispiel unter der Matratze fixieren. Insektizide sind nur in Räumen sinnvoll. Sie sind leider recht giftig, weshalb der ausgesprühte Raum für mindestens 20 Minuten nicht betreten werden sollte. Besonders die Wände müssen behandelt werden, da sich die Tiere dort gerne anhängen und einfach abwarten.

Die Stechmücken lieben unsere Ausdünstungen. Sie ziehen sie magisch an. Deshalb wird häufig geraten, sich mehrmals täglich zu waschen, um den Mücken-Lockstoff wieder loszubekommen. Außerdem sollte man kein Parfum verwenden, das würde uns nur noch unwiderstehlicher machen.

  • Schutzmaßnahmen durch präventive Medikamente

Einige Wochen vor der Indienreise verabreicht der Tropenarzt Medikamente, die die Gefahr an Malaria zu erkranken, verringern können. Diese müssen absolut regelmäßig während des gesamten Aufenthalts und für eine bestimmte Zeit nach der Indienreise eingenommen werden. Teilweise sind das die gleichen Medikamente, die bei der tatsächlichen Erkrankung mit Malaria angewendet werden, nur geringer dosiert.

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