Posts Tagged ‘Religion’

Mudras

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Handgesten, die Bände sprechen

Gertrud Hirschi: Mudras

Im Bollywood-Tanz stimmen die poetischen Liedtexte genau mit den ausgeführten Bewegungen überein. Die einzelnen Hand- und Gesichtsgesten können ganze Sätze und Gedichte ausdrücken. Für die bildliche Unterstützung von Leid, Wut, Liebe, Freude und Trauer werden diese, sogenannten Mudras, verwendet.

Die 45 komplizierten, eleganten Handgesten werden über Jahre trainiert und ihre Bedeutung erlernt. 28 Mudras werden mit einer Hand (Aasanyukta) und 17 mit beiden Händen (Sawyakta) ausgeführt. Die normale Handgeste wird dann zu einer Mudra, wenn sie etwas Bestimmtes ausdrückt und es versinnbildlicht. Durch ihren erklärenden, vertiefenden Charakter werden sie nicht nur im Tanz, sondern auch in der Religion und in Ritualen verwendet. Mudra bedeutet so viel wie Siegel, das Freude bringt.

Den Mudras wird auch eine Heilwirkung zugesprochen. Diese Art Handyoga soll helfen die fünf Elemente Wasser, Luft, Feuer, Erde, Kosmos wieder ins Gleichgewicht zu bringen, also auch unseren Körper, die Seele und den Geist. Hintergrund ist, dass die indische Philosophie glaubt, dass die Welt und alles in der Welt sich in fünf Teile teilt. Diese Elemente spiegeln sich in den fünf Fingern unserer Hand wieder. Der kleine Finger ist das Wasser, der Ringfinger die Erde, der Mittelfinger stellt den Kosmos dar, der Zeigefinder den Wind und der Daumen steht für das Feuer.

Eine Liste von Mudras, wie man sie formt und was sie bedeuten, findest du hier.
Die Schweizerin Gertrud Hirschi hat ebenfalls ein sehr gutes Buch zu den Mudras mit Übungen und Erklärungen herausgebracht: Mudras – Erfolg, Kreativität, Wohlbefinden.

Mudras für Körper, Geist und Seele. Karten: “Yoga mit dem kleinen Finger”    Gesundheit in unseren Händen: Mudras – die Kommunikation mit unserer Lebenskraft    Chakra-Mudra-Karten: Spirituelle Energie im Alltag nutzen

Der Jainismus – Eine Religion ohne Kastenwesen

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@ Matthias Jäger/ pixelio.de

Etwa 7 Millionen Menschen in Indien gehören dem Jainimus an. Die Hindus sehen die Religion als Teil und Abspaltung des Hinduismus an. Die Jains selbst widersprechen dem, da sie in vielen Punkten grundlegend andere Ansichten verfolgen. So lehnen sie  das hinduistische Kastensystem ab. Weiterhin sind Frauen und Männer gleichgestellt. Um zur Erleuchtung zu gelangen, muss ein Jain als Mönch oder Nonne der Gesellschaft Gutes tun und alle weltlichen Leidenschaften wie beispielsweise Reichtum, hinter sich lassen. Der gravierendste Unterschied zum Hinduismus ist, dass Jains nicht an Götter glauben, sondern an erleuchtete Propheten, die Tirthankaras (Wegbereiter), welche die Grundsätze der Religion nachhaltig geprägt haben.

Die 5 Grundsätze des Jainismus

  1. Gebot der absoluten Gewaltlosigkeit: Jains ist es gegenüber allen Lebewesen, so weit wie möglich auch Pflanzen, untersagt Gewalt anzuwenden. Darin ist auch ihr absoluter Verzicht auf Fleisch begründet.
  2. Gebot des Nichtstehlens
  3. Gebot des Nichtlügens
  4. Gebot der Gleichgültigkeit gegenüber materiellem Besitz
  5. Keuschheit

Hier noch einige interessante Bücher zum Thema:

Symbolik des Hinduismus und des Jainismus: Tafelband    Wegbereiter des Friedens: Die lebendigen Philosophien der Bishnois und Jains    Karma – die Gebrauchsanleitung: … damit das Schicksal macht, was Sie wollen

Indien – Ein Land zahlreicher Religionen

Written by admin. Posted in Allgemein, Land & Leute, Religionen

@Tim Caspary/ pixelio.de

Buntes Indien. Es scheint als hätte jemand ein wenig von allen Religionen der Welt auf eine Mischpalette geträufelt, den Pinsel munter darin geschwenkt und hätte das Stück Erde, was heute Indien ist, mit der bunten Mischung ausgemalt. So viele verschiedene Glaubensrichtungen wie in Indien gibt es in wenigen Ländern zu finden, vor allem leben sie selten so (relativ) friedlich zusammen wie dort. Die indische Gesellschaft ist geprägt durch die zahlreichen Religionen im Land. Etwa 820 Millionen Menschen, also 80 Prozent der Inder gehören dem Hinduismus an, gefolgt von Moslems mit 138 Millionen Anhängern. 24 Millionen sind Christen und 18 Millionen Sikhs, sowie Parsen, Buddhisten und Jains. Das hinduistische Kastenwesen bestimmt nach wie vor in weiten Teilen das gesellschaftliche und berufliche Leben.

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